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Rostkrankheiten

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Rostkrankheiten (Puccinia ssp) (Quelle: Diagnose – und Therapiehandbuch Eurogreen)

 

 

Folgende Rostkrankheiten sind an Rasengräsern von Bedeutung:

P. recondita    =         Braunrost

P. striiformis   =          Gelbrost

P. coronata     =          Kronenrost

P. graminis     =         Schwarzrost

 

An Rasengräsern kann in der Regel nur ganz allgemein ein Rostbefall diagnostiziert werden. Eine eindeutige Unterscheidung der Erregerarten  ist nur unter dem Mikroskop möglich. Einige Rostpilze sind wirtswechselnd, d.h. sie müssen im Laufe ihrer Entwicklung eine andere Kultur befallen.

 

Zu Beginn der Erkrankung treten an den Blättern hellgelbe Flecken auf. Danach bilden sich, je nach Rostart, typische gelbe, braune oder schwarze Pusteln, die sich zudem in Form und Anordnung auf dem Blatt unterscheiden. Diese Pusteln enthalten Sporen, die der weiteren Verbreitung der Krankheit dienen. Der Transport erfolgt über Wind, Maschinen oder den Menschen. So kann es schnell zu einer nesterförmigen Ausbreitung kommen. Der Bestand wird geschwächt, er wird lückig und ausgedünnt. Stark befallene Flächen können gelb oder braun erscheinen.

 

Allgemein gesehen sind durch Stress, wie Nährstoff-, Licht-, und Wassermangel, geschwächte Pflanzen besonders anfällig für Rostkrankheiten. Warme Witterung (Temperaturoptimum 20 – 30 °C) und hohe Luftfeuchtigkeit (z.B. im Spätsommer) fördern den Befall. Für die Infektion ist ein Wasserfilm auf den Blättern notwendig, der das Eindringen des Erregers ermöglicht.

 

Um dem Befall vorzubeugen oder ihn zu behandeln, empfehlen wir:

 

  • Vermeidung von Stresssituationen (Belastung, Schnitthöhe usw.)
  • Ausgewogene und gleichmäßige Nährstoffversorgung mit Rasenlangzeitdüngern
  • Optimierung von Licht – und Luftzufuhr
  • Schnelles Abtrocknen des Bestandes ermöglichen (Luftzufuhr optimieren. Bodenoberfläche trocken halten)