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Rasen düngen - Von nichts kommt nichts!


Nur die richtige Nährstoffversorgung sorgt auf Dauer für einen kräftigen Rasen.

Doch leider wird das Thema oft unterschätzt.


Womit sollte man den Rasen düngen?

Rein mineralische Volldünger, wie zum Beispiel Blaukorn, zeigen eine sofortige Wirkung. Nach 2-3 Wochen lässt die Wirkung jedoch schon wieder nach. Das Erscheinungsbild des Rasens wird damit langfristig also nicht verbessert. Außerdem kommt es bei diesen Düngern leicht zu Verbrennungen.

Bei rein organischen Langzeitdüngern setzt die Wirkung erst bei höheren Temperaturen und nach längerer Zeit ein, da diese erst von Bodenorganismen in pflanzenverfügbare Nährstoffformen umgewandelt werden müssen. Sie wirken also nicht sofort, sondern erst nach längerer Zeit und sind stark von der Bodentemperatur abhängig. Die allgemeine Bodenfruchtbarkeit wird allerdings deutlich verbessert.

Ein organisch-mineralischer Mehrnährstoffdünger wie „Matthies Rasendünger, der die positiven Aspekte beider Dünger vereint, hat den besten Erfolg. Die Anwendung ist einfach und Verbrennungen sind nur bei Überdosierung möglich. Von diesem sollte man 3-4 Gaben in der Vegetationsperiode geben.

„Matthies Rasendünger“ ist absichtlich so zusammengesetzt, dass er für alle Gaben im Jahr verwendet werden kann und sogar in den Blumenrabatten und Gehölzen für kräftige Pflanzen und eine sehr gute Grundversorgung sorgt.
Er kann sowohl für die Grunddüngung vor der Ansaat oder vor der Rollrasenverlegung, als auch für die Erhaltungsdüngung für junge und alte Rasenflächen genutzt werden.

 

Wann und wie oft sollte man düngen?

Die frühe Düngung ist für den Rasen das Wichtigste. Gerade nach dem Winter leidet der Rasen unter Nährstoffmangel. Er hat  seine Reserven verbraucht und sehr unter Schnee und Frost gelitten. Je eher Sie düngen, desto schneller erlangt Ihr Rasen wieder Struktur, Farbe und Vitalität.
Da die Gräser schon ab 8°C Temperatur Nährstoffe aufnehmen, sollten die frühen Märztage für die Ausbringung von Kalk und Rasendünger genutzt werden.

Vor der ersten Düngergabe im Frühjahr sollten Sie Ihren Rasen kurz mit einer harten Laubharke auflockern. So wird nicht nur eventuelles Laub und Geäst beseitigt, sondern auch der Rasen wird belüftet und es wird Luft an die Grasnarbe gebracht.

Exkurs: Vertikutieren

Im Laufe der Zeit kann man bei fachgerechter Düngung (die Bodengrundversorgung muss stimmen) auf das Vertikutieren verzichten. Denn Moos wächst nur dort, wo Nährstoffmangel herrscht. Moos ist nicht plötzlich da - es entwickelt sich nur dort, wo der Rasen durch Unzulänglichkeit von Nährstoffen gewichen ist.

Ein einfaches Aufharken mit einer harten Laubharke im Frühjahr ist dann ausreichend.

Ist der Rasen sehr stark vermoost oder verfilzt, muss vertikutiert werden. Dies sollte jedoch erst 2-3 Wochen nach der 1. Düngergabe erfolgen. Die Rasenpflanzen sind durch den Stress des Winters hungrig und beim Vertikutieren werden den Gräsern indirekt die „Arme und Beine“ (Wurzeln und Blattmasse) abgehackt, welches dem Rasen noch mehr Stress zufügt. Aus diesem Grunde ist eine vorherige Düngung besonders wichtig, damit die einzelnen Gräserpflanzen gestärkt sind.

Achtung! Nicht zu tief vertikutieren. Bei zu tiefem Bearbeiten wird nicht nur die Pflanze geschwächt, sondern es werden außerdem die Unkrautsamen eingearbeitet, bzw. richtige Landebahnen für z.B. Löwenzahnanflug geschaffen.

 

Um den Rasen optimal zu versorgen sollten sie ihn ca. alle 8 Wochen düngen.

  1. Gabe im Frühjahr mit 100g/m²
  2. Gabe ca. 8 Wochen später mit 50 g/m²
  3. Gabe ca. 8 Wochen später mit 50 g/m²
  4. Gabe ca. 8 Wochen später mit 50 g/m²

Zusammensetzung des Matthies Rasendüngers

11 % Stickstoff (N)

Aktiviert das Wachstum der Gräser & sorgt für kräftige Blattbildung

3 % Phosphor (P2O5)

Stärkt das Wurzelwachstum & den Stoffwechsel der Pflanze

6 % Kalium (K2O)

Braucht der Rasen, um dauerhaft gegen Krankheiten, Trockenheit und Frostschäden gestärkt zu sein; reguliert den Wasserhaushalt

2 % Magnesium (MgO)

Trägt zur satten Grünfärbung bei

3 % Schwefel (S)

Sichert die Stickstoffausnutzung, hemmt den Pilzbefall

0,5 % Eisen (Fe)

Trägt zur satten Grünfärbung bei

Zeolithe

Nährstoff-& Wasserspeicherminerale, die die Langzeitwirkung verstärken und eine pilzhemmende Wirkung zeigen

34 % Organische Masse

Ausschließlich pflanzl. Bestandteile, um unangenehme Gerüche zu vermeiden.


Bodengrundversorgung

Durch die Auswaschung des pH-Wert-regelnden Kalkes im Winter ist der Boden zu Beginn des Frühjahrs oft versauert. Unter sauren Bedingungen kann der Rasen Nährstoffe jedoch nur unzulänglich aufnehmen. Ganz im Gegenteil zum Moos – das wächst ganz besonders schön auf sauren Böden. Die Folge: Der Rasen wird schwächer und das Moos nimmt überhand.
Das beste Mittel gegen die unerwünschte Moosausbreitung ist die Stärkung des Rasens!

Um die Grundbedingungen für einen gesunden Rasen zu schaffen und einen optimalen Wirkungsgrad des Düngers zu erzielen, streuen Sie Kalk und/oder Bodenstarter.

 

Der Bodenstarter ist eine Zusammensetzung aus verschiedenen natürlichen Wirkstoffkomponenten zur Erhöhung der biologischen Aktivität. Eine Gabe von etwa 30-50 g/m² im Frühjahr wird empfohlen.

Der Bodenstarter erhöht die Nährstoffverfügbarkeit, reguliert den pH-Wert, enthält Stickstoffbindende Bakterien, steigert die Wurzelbildung und fördert das Bodenleben.


Zusammensetzung:

Basaltmehl, Dolomitmehl, Tonmehl, Zeolithe, Mikroorganismen (Azotobacter-Bakterien), Kieselsäureanteil 30%, Körnung 1-4 mm

Inhaltsstoffe:

0,19% P2O5 (Phosphat, 0,41% K2O (Kalium), 16,2% CaO (Calcium), 9,4% MgO (Magnesium), 0,16% NaO (Natrium), 0,00013% B (Bor), 4,4% Fe (Eisen), 0,0014% Co (Cobalt), 0,00322% Cu (Kupfer), 0,0377% Mn (Mangan), 0,0003% Mo (Molybdän), 0,0072% Zn (Zink), pH-Wert 8,8, spezifisches Gewicht: ca. 1,15-1,20 kg/Liter


Grün-Kalk ist ein gekörnter Spezialkalk, der durch eine hohe Löslichkeit eine schnelle Korrektur des Säurestands im Boden ermöglicht. Die Nährstoffverfügbarkeit wird verbessert und das Bodenleben stimuliert. Das Ergebnis ist ein feinkrümeliger Boden. Zusätzlich sorgt das im Kalk enthaltene Magnesium für eine schöne tiefgrüne Rasenfarbe.

Eine Gabe von etwa 50-100 g/m² im Frühjahr wird empfohlen.

Ausgangsstoff: Dolomit

Inhaltsstoffe:

60 % Calciumcarbonat (CaCO3)

30 % Magnesiumcarbonat (MgCO3)


Düngerverteilung

Es gibt verschiedene Streuer, wobei man zwischen Walzen- und Schleuderstreuern unterscheiden muss. Walzenstreuer verlangen ein genaues Spur an Spur fahren und zur Drehung an den Enden viel Geschicklichkeit um keine Überlappungen und Überdüngungen hervorzurufen.

Schleuderstreuer gibt es als kleine Handstreuer mit bis zu 2 kg Fassungsvermögen und als Streuwagen mit einem Fassungsvermögen von 10 und mehr kg. Diese schleudern den Dünger breitflächig (2-5 m) auseinander und führen dadurch nicht zu „technische Streifen- oder Fleckenkrankheiten“.

Die Verteilung kann auch mit der Hand erfolgen. Hat man dieses jedoch nicht erlernt, sollte man lieber auf einen Schleuderstreuer zurückgreifen.

Egal ob mit der Hand, den Walzenstreuern oder den Schleuderstreuern, die errechnete Düngergabe sollte immer in zwei Teilen ausgebracht werden - der eine längs, der andere quer - im Schachbrettmuster. So wird das Erscheinungsbild des Rasens gleichmäßiger.